Argumente für die Existenz eines Schöpfers

Die Existenz des Universums muss verursacht worden sein

 

Alles, das beginnt zu existieren, hatte eine Ursache.

Das Universum hat einmal zu existieren begonnen.

Darum muss die Existenz des Universums eine Ursache gehabt haben.

Da Raum, Zeit und Materie und somit die Natur selbst erst ab der Existenz des Universums ebenfalls existierten, musste diese Ursache außerhalb von Raum, Zeit und Materie gelegen haben und daher auch außerhalb der Natur unseres Kosmos. 

Das heißt, sie war übernatürlich, immateriell, nicht räumlich erfassbar und unbeeinflusst von der Zeit.

Da ohne die Existenz von Zeit aber keine Abläufe möglich sind, muss vor der Existenz des Universums eine absolute Starre geherrscht haben. Lediglich eine Person, die der Zeit nicht untergeordnet ist, konnte die Entscheidung getroffen haben, sich dieser Starre zu widersetzen.

Vielleicht wäre das entfernt vergleichbar mit einer Person, die sich nach stundenlangem Sitzen in einem Sessel aktiv dazu entscheidet, aus ihrer Ruhe auszubrechen und aufzustehen.

Somit sind die Eigenschaften der Ursache für die Existenz des Universums mindestens:

1.: übernatürlich,

2.: immateriell,

3.: über-räumlich,

4.: über-zeitlich,

5.: personal,

6.: omnipräsent (da nicht räumlich begrenzt, sondern Raum und Zeit durchdringend).

Jemand, der etwas so Gewaltiges und durch Naturgesetze Geordnetes in Existenz ruft, muss zudem aber noch

7.: intelligent,

8.: übermächtig,

9.: kreativ,

10.: ordnend und

11.: aufrecht erhaltend

gewesen sein, da ein kreativer Akt der Erschaffung einer funktionalen Schöpfung, deren Funktionsweise nach ihrer Erschaffung gewährleistet bleiben muss, diese Eigenschaften erfordert.

Demnach haben wir es bei der Ursache für die Existenz des Universums also aus logisch zwingenden Gründen mit einer Person zu tun. Und zwar mit einer Person die erstaunlicherweise durch exakt dieselben Attribute gekennzeichnet ist, die die Bibel dem Gott Jahwe zuschreibt.

Dieser Umstand kann als Beleg für die Richtigkeit des christlichen Weltbildes geltend gemacht werden.

 
 

Der Wille wäre ohne Gott nicht frei

 

Gäbe es Gott nicht, dann wäre der naturalistische Materialismus wahr und all unsere Gedanken, Emotionen, Wünsche, Ideen, inneren Bilder und Träume wären lediglich das Ergebnis elektrochemischer Prozesse in unseren Gehirnen. Moleküle in Bewegung, so zu sagen.

Moleküle verhalten sich aber immer unter Beachtung der Naturgesetze von Ursache und Wirkung und somit streng prädestiniert.

Gäbe es Gott also nicht, wären wir lediglich Reizreaktionsmaschinen - oder salopp ausgedrückt: feuchte Roboter, die nur programmierte Reaktionen auf Eingangsreize ausführen könnten.

Und selbst dies wäre ein Argument für einen Programmierer und Ingenieur.

 

Wahrheit wäre ohne Gott Meinungssache

 

Gäbe es Gott nicht, wären - wie zuvor schon gesagt - all unsere Gedanken lediglich das Resultat von Molekülen in Bewegung.

Moleküle generieren oder identifizieren aber keine Wahrheit.

Und selbst wenn sie es wider Erwarten könnten, wäre Wahrheit per Definition immer noch objektiv und exklusiv. Wir Menschen sind aber Subjekte und können nicht objektiv urteilen, da wir uns dafür eine Rückversicherung darüber einholen müssten, dass unsere Wahrnehmung mit der Realität außerhalb unseres Gehirns korreliert.

Diese Rückversicherung könnte uns aber nur jemand geben, der diesem Dilemma zum einen nicht unterliegt und zum anderen von außen überprüfen könnte, ob Realität und Wahrnehmung im Einklang miteinander stehen.

Von einem Weltbild, in dem Gott nicht vorkommt, kann die Voraussetzung für die wahrheitsgemäße Korrelation zwischen Realität und Wahrnehmung nicht abgeleitet werden.

Von einem Schöpfer, der sowohl unsere Wahrnehmung, als auch die Realität um uns herum erschuf, können wir aber annehmen, dass er uns so erschuf, dass unsere Wahrnehmung uns die Realität um uns herum akkurat repräsentiert.

Folglich ist nur ausgehend von der Existenz Gottes Wahrheit überhaupt rational herleitbar.

 

Moral wäre ohne Gott relativ

 

In einem Weltbild, in dem Gott nicht vorgesehen ist, kann es kein Eichmaß für das moralisch Gute geben, an dem man das moralisch Schlechte bemessen könnte.

Folglich reduziert sich das, was man für moralisch verwerflich oder vertretbar hält, ausschließlich auf eine subjektive Meinung. Meinungen sind per Definition individuell unterschiedlich und damit relativ. Ob es nun die Meinung einer einzelnen Person oder der Konsens, auf den sich eine Gesellschaft geeinigt hat, ist, spielt keine Rolle. Letztlich könnte man die Festlegung dessen, was moralisch ist, und auch die Personen, die die Festlegung getroffen haben, immer hinterfragen und so die Trennlinie zwischen dem moralisch Guten und dem moralisch Schlechten immer wieder verschieben - was letzten Endes natürlich dazu führt, dass nichts mehr wirklich objektiv als "schlecht" bezeichnet werden kann.

Das Schlechte wird nämlich nur dann objektiv schlecht, wenn es mit etwas gegenteilig Objektivem verglichen werden kann: dem objektiv Guten.

Sobald wir also behaupten, etwas sei absolut zweifelsfrei und völlig unbestreitbar schlecht, setzen wir die Existenz einer objektiv guten Instanz voraus, die aus dem Atheismus nicht herzuleiten ist und implizieren so die Realexistenz Gottes, auch wenn uns das gar nicht bewusst ist.

 

Die Gesetze der Logik erfordern einen Gesetzgeber

 

Logische Gesetze, wie z.B. das Gesetz der Widerspruchsfreiheit, welches besagt, dass eine Aussage "A" und eine Aussage "nicht A" nicht gleichzeitig im selben Kontext wahr sein können, können nicht nur durch uns Menschen konzeptionalisierte Denkkonstrukte sein, wenn logische Aussagen auch ohne unsere Existenz wahr wären.

Eine Aussage wie: "Es gibt keine Menschen." ist auch ohne unsere Existenz wahr und daher ist die darin ausgedrückte Logik offensichtlich unabhängig von ihrer menschlichen Konzeptionalisierung existent.

Gleichzeitig sind die Gesetze der Logik immaterieller Art und können daher keine, der Materie inhärente Eigenschaft sein. Daher transzendiert Logik Raum, Zeit und Materie.

Aus einem, dem Universum vorangegangenen "Nichts", kann Logik nicht rational hergeleitet werden, denn nach allem, was wir wissen, ist es eine wissenschaftliche Unmöglichkeit, dass aus dem "Nichts" etwas entstehen könnte. Das schließt Gesetze natürlich ein.

Einem, die Materie transzendierenden Bewusstsein hingegen, kann aber durchaus etwas Immaterielles, wie z.B. ein Gesetz, entspringen. Wenn ein solches Gesetz aber von der menschlichen Erfahrbarkeit unabhängig existiert, dann muss es auf ein Bewusstsein zurückgehen, welches das eines Menschen übersteigt.

 

Information hat immer einen intelligenten Urheber

 

Wenn wir uns eine Videokassette nehmen und zehn Kopien von ihr anfertigen, anschließend die zwei noch qualitativ hochwertigsten Magnetbänder in viele gleichlange Segmente zerschneiden, die wir dann zwischen ihnen austauschen und die Magnetbänder dann wieder zusammenfügen würden, hätten wir am Ende 2 rekombinierte Magnetbänder aus einer Population von 10 kopierten - und damit mutierten - Magnetbändern, die alle Mechanismen durchlaufen hätten, die es benötigt, um genetische Prozesse zu simulieren:

1.: Mutation während der Fortpflanzung - indem wir ein Band zehnmal kopieren und die Kopien

     dadurch mit Kopierfehlern versehen.

2.: Selektion - indem wir uns aus dieser neuen Population von 10 individuellen Kopien die zwei

     hochwertigsten heraussuchen.

3.: Rekombination - indem wir die beiden selektierten Videokassetten zusammenschneiden.

4.: Repopulation - indem wir die resultierende Videokassette erneut zehnfach kopieren.

Wenn wir nun denselben Prozess wiederholen würden, müssten wir, den Vorhersagen der Evolutionstheorie gemäß, nach vielen hundert Generationen ein Video erhalten, das am Ende nicht nur qualitativ höherwertig wäre, sondern so gar einen mindestens gleichwertig von Information (Inhalt und Handlung) durchsetzten Film zeigt, der nie zuvor aufgezeichnet wurde.

Wäre damit zu rechnen? Keinesfalls.

Viel wahrscheinlicher ist, dass am Ende ein Video voller Kopierfehler und Störeffekte

herauskommt, das von elektromagnetischen "Erbkrankheiten" und "Behinderungen" nur so gesättigt wäre.

Wie sich natürlich herausstellt, ist exakt dies ausnahmslos und wiederholt nachweisbar.

Was heißt das aber im Umkehrschluss?

Dass genetische Mechanismen keine neue Information erzeugen können und die Vorhersagen der Evolutionstheorie daher empirisch nicht verifizierbar sind.

Wenn die Möglichkeit, dass ungerichtete genetische Prozesse Information erzeugen können, nachweislich ausgeschlossen ist, muss, den Gesetzen deduktiver Logik entsprechend, exakt das Gegenteil dessen, was die Evolutionstheorie vorhersagt, folgerichtig sein:

Nicht planlose und unintelligente Prozesse führen zu Information, sondern ausnahmslos das Handeln eines intelligenten Urhebers.

Die Wissenschaft dient dazu, unsere Annahmen darüber, was die Ursache von bestimmten beobachtbaren Effekten sein könnte, auf plausible Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zu testen und geht dann von der Richtigkeit der schlüssigsten Annahme aus.

Im Falle meines Beispiels ist die wissenschaftlich schlüssigste Annahme, dass ein Film immer durch eine Person aufgezeichnet werden muss.

Es ist also eine auf Erfahrung beruhende, schlüssige wissenschaftliche Inferenz, dass Information immer ursächlich von einer Intelligenz stammen muss. Gegenteiliges in den Raum zu stellen, wäre zumindest nicht rational zu vertreten.

 

Ausschließlich Intelligenz wirkt der Entropie entgegen

 

Ein ausgebildeter Violinist bedient sich der Gesetze der Harmonik und Rhythmik, um ein Lied zu spielen. Lässt er diese Gesetze außer Acht, zerfällt sein Stück in Atonalität und verliert jeden Wiedererkennungswert.

Ein Lied ist also von Anfang bis Ende von einer durch den Musiker aktiv aufrechtzuerhaltenden, andauernden Ordnung geprägt. 

Ordnung muss in unserem Universum aufrecht erhalten werden, um sich nicht in einen Zustand der Unordnung aufzulösen.

Das Prinzip, das der Ordnung entgegenwirkt, ist die Entropie.

Sie durchzieht jeden Bereich der Natur und ist nicht auf natürlichem Wege aufzuhalten.

Menschen altern, weil Mutationen bei der Zellteilung die Reparaturvorgänge im Körper übertrumpfen.

Es herrscht genetischer Verfall vor, der auch als "genetische Entropie" bekannt ist.

Erbkrankheiten sind ihr direktes Resultat.

Um diesen Vorgang zu stoppen, müsste der abnehmende Informationsgehalt der Gene permanent korrigiert werden, doch, wie wir zuvor festgestellt haben, geht Information immer auf einen Urheber zurück.

Um genetische Entropie zu verhindern, wäre also ebenfalls ein intelligenter Schöpfer erforderlich, der die Ordnung in den Genen andauernd aktiv aufrechterhält, wie der Violinist ein Lied.

 

Die Wissenschaft impliziert die Existenz Gottes

 

Die Wissenschaft setzt einige wesentliche Dinge voraus, die sowohl uns Menschen, als auch die Realität um uns herum betreffen.

Diese Dinge sind z.B.:

1.) eine zu entdecken mögliche, objektive Wahrheit

2.) eine Korrelation von Realität und Wahrnehmung

3.) dass die Wahrnehmungsfähigkeit aller beteiligten Wissenschaftler dieselbe ist

4.) dass das Universum in seiner Funktionsweise durch den menschlichen Verstand erfassbar ist

5.) ein durch geordnet ablaufende Prozesse beherrschtes Universum

6.) dass der Mensch ein Bewusstsein hat, welches nicht den Gesetzen von Ursache und Wirkung unterliegt, sondern mindestens über zeitliche Grenzen hinaus imaginieren kann, d.h. Ideen hat und diese planvoll in die Realität umzusetzen fähig ist

7.) dass heute gemachte Beobachtungen und Messungen auch morgen noch gültig sind

8.) dass heute ablaufende Prozesse auch früher auf dieselbe Weise abliefen

9.) dass die Naturgesetze überall im Universum dieselbe Gültigkeit besitzen

Nicht ein einziger dieser Punkte lässt sich von einem naturalistisch-materialistischen Weltbild ableiten. Warum nicht?:

zu 1.) Wahrheit ist per Definition objektiv. Wir Menschen sind laut Atheismus aber lediglich Moleküle in Bewegung. Moleküle identifizieren oder generieren keine Wahrheit, daher wäre Wissenschaft folgerichtig obsolet, wenn Atheismus wahr wäre und Gott tatsächlich nicht existierte. Darum muss er implizit vorausgesetzt werden, obwohl man ihn im selben Moment mittels des methodischen Naturalismus wegzurationalisieren versucht.

zu 2.) Für eine Korrelation zwischen Realität und Wahrnehmung benötigt es zunächst überhaupt erstmal Wahrnehmung. Diese ist nicht zu erwarten, wenn wir lediglich rein materielle Wesen sind, da Materie den Prinzipien von Ursache und Wirkung unterliegt und daher nicht über andere Materie (die Realität um uns herum) reflektieren kann. Es ist daher selbst eine bewusste Wahrnehmung auszuschließen, wenn Gott nicht existiert.

Wenn aber Gott existiert und er uns und die Realität um uns herum erschaffen hat, dann ist davon auszugehen, dass er unsere Sinne, unser Bewusstsein und die Realität um uns herum so gestaltete, dass unsere Sinne die Realität akkurat und wahrheitsgemäß unserem Geist widerspiegeln.

zu 3.) Wenn wir Menschen Anpassungsvorgängen unterliegen, die uns über Jahrtausende hinweg separat voneinander veränderten, ist nicht zwingend davon auszugehen, dass der Nordamerikaner die Farbe Grün genauso wahrnimmt und als grün identifizieren würde, wie beispielsweise ein Ostasiate. 

Wenn wir aber alle von einem Gott erschaffen wurden, dessen Anliegen es wahr, dass unsere Sinne unserem Bewusstsein die Realität akkurat wiedergeben, dann sind Veränderungen der Wahrnehmung durch Anpassungsvorgänge ausgeschlossen.

zu 4. und 5.)  Warum sollte von einem Universum, das ein Produkt eines einmaligen, zufälligen Ereignisses in der Vergangenheit ist und von Zufällen letztlich regiert wird, zu erwarten sein, dass es Bewusstsein erzeugen kann, das über dieses Universum nachzudenken fähig ist? Warum sollte ein von Zufällen regiertes Universum überhaupt rational erfassbar sein? Die Wissenschaft sucht doch gerade nach Ursache-Wirkungs-Kausalitäten, die exakt das Gegenteil von Zufall voraussetzen: Gesetzmäßigkeiten und Ordnung. Warum sollte man Ordnung und Naturgesetze durch eine kosmische Ur-Explosion von Raum, Zeit und Materie erhalten? Nach allem, was wir wissen, können nur intelligente Wesen Ordnung und Gesetzmäßigkeiten etablieren, da die Natur selbst immer in Richtung Entropie tendiert. Warum sollte die Entropie sich direkt nach dem Urknall zeitweise in eine Art Anti-Entropie, die Ordnung und Naturgesetze erzeugte, umgekehrt haben? Nach dem wissenschaftlichen Prinzip zu urteilen, dass die einfachste Erklärung immer die wahrscheinlich richtige ist, wäre die wissenschaftlich am besten herleitbare Erkenntnis wohl, dass es eine Intelligenz hinter der Ordnung im Universum geben muss.

zu 6.) Bewusstsein ist immateriell und damit widerlegt es den Materialismus. Vorausgesetzt, es ist nicht das Ergebnis elektrochemischer Prozesse in unseren Gehirnen. Wenn der Materialismus wahr wäre, sollten wir kein Bewusstsein haben, da Moleküle - wie ja schon mehrfach erwähnt - durch die Naturgesetze prädestiniert werden. Das schließt auch Prozesse in komplexen neuronalen Netzen ein. Gäbe es immateriellen Geist also nicht, gäbe es auch keine Ideen und damit keine Erfindungen - was die Wissenschaft obsolet machen würde.

zu 7.) Auch, dass heute gemachte Beobachtungen oder Messungen noch morgen gültig sind, kann in einem durch Zufälle dominierten Universum nicht erwartet werden. Wohl aber in einem Universum, das planvoll, zukunftsorientiert und für das Realisieren von schöpferischen Ideen gestaltet wurde. Immerhin wäre es nur folgerichtig, dass, wenn wir nach Gottes Ebenbild erschaffen wurden, auch wir schöpferisch begabt sind.

zu 8.) Warum sollte ein Prozess sich heute noch genauso verhalten, wie vor Millionen Jahren, wenn das Universum mit seinen Naturgesetzen doch einer Entwicklung unterlag?

Setzten wir Schöpfung voraus, dann wäre keine Änderung der Naturgesetze zu erwarten und daher auch keine Veränderung der zu beobachtenden Prozesse.

zu 9.) Wie schon erwähnt, ist Gesetzmäßigkeit und Ordnung aus dem Urknallmodell generell nur schwer herleitbar, daher ist eine Gleichverteilung derselben im Weltraum nicht logisch zwingend. Ein Schöpfer, der das ganze Universum quasi "am Stück" erschuf, würde auch dafür sorgen, dass es an allen Enden gleich funktioniert. Zumindest wäre das deutlich nachvollziehbarer, als Gegenteiliges.

 

Eine Schöpfung verlangt immer nach einem Schöpfer

 

...vorausgesetzt, das, was wir sehen, ist auch etwas Erschaffenes.

Bestimmte Design-Features werden uns intuitiv gewahr, sobald wir sie sehen.

Allein nur die Tinte auf dem Papier ergibt noch keine Information und die reine Farbe noch kein Bild.

Wir würden sie also nicht zwingend als etwas künstlich Erschaffenes wahrnehmen.

Sobald sie aber so in Form gebracht (informiert) wird, dass sie eine Bedeutung für uns annimmt, ist sie nicht länger nur Tinte/Farbe auf dem Papier.

Aber warum beginnt informierte Materie überhaupt, Bedeutung anzunehmen?

Die Antwort: Weil ein Bewusstsein ihr Bedeutung beimisst.

Bewusstsein kann also wahrnehmen, was einen bewussten oder unbewussten Ursprung hatte, da es weiß, zu was es selbst fähig ist: kreative Erschaffung.

Gibt es informierte Materie, der genug Bedeutung beigemessen werden kann, um einen bewussten Ursprung erkennen zu lassen?

Ja: Alles Lebendige ist offensichtlich weit mehr, als lediglich uninformierte Materie. Wenn aber bereits ein Brief auf einen intelligenten Urheber hindeutet; wieviel mehr deutet dann etwas so vielfach höher Komplexes wie z.B. ein Genom auf einen Urheber?

Klar: ein Brief pflanzt sich nicht fort und mutiert, also hinkt der Vergleich mit einem Genom auf den ersten Blick zunächst, wie man meinen würde, aber was sind denn Mutationen eigentlich? Die Antwort ist: sie sind Kopierfehler.

Nehmen wir also den Brief und kopieren ihn. Ändern die Kopierfehler im Text dann seinen Informationsgehalt bzw. seine Bedeutung zum Höherkomplexen oder wird vielmehr Kauderwelsch daraus, wenn wir hundertfach wiederholt Kopien von Kopien ziehen?

Warum sollte es beim Kopieren eines Genoms durch Fortpflanzung anders sein?

Tatsächlich verhält es sich beim Genom sogar exakt genauso, wie beim kopierten Brief, wie der Genetiker und Erfinder der Genkanone, Prof. Dr. John C. Sanford nachweisen konnte.

Seine jahrzehntelangen Experimente führten wiederholt immer zum selben Ergebnis: Die Informationsqualität jedes Genoms nimmt mit der Anzahl der Fortpflanzungen kontinuierlich ab. Diese Tatsache ist auch der Grund, aus dem es Erbkrankheiten und erblich bedingte Behinderungen gibt. Selektion hat auf diesen Umstand keinen Einfluss.

Es ist nicht eine einzige Mutation nachgewiesen, die jemals völlig ohne negative Nebenwirkungen auf den Organismus zu evolutiv vorteilhaften phänotypischen Veränderungen geführt hätte oder nicht ebenso mit dem Kreationismus kompatibel wäre, da durch sie kein Artübertritt - also eine Vergrößerung des Variationspotenzials - gewährleistet wurde.

Kopierfehler falsifizieren keineswegs die Designhypothese und damit ist das hier vorgebrachte "teleologische Argument" bis heute nicht widerlegt worden. Daher liegt nahe, dass wir Geschöpfe und keine Evolutionsprodukte sind.

Und genau wie ein Bild nach einem Maler verlangt, verlangt ein Geschöpf nach einem Schöpfer.

 

Wissen verlangt nach der Existenz Gottes

Wissen erklärt sich immer durch höheres Wissen.

Ein Beispiel:

Ein Kind stellt Ihnen die Frage, warum das Drücken einer Taste des Klaviers einen Klang erzeugt.

Um diese Frage zu beantworten, beschreiben Sie nun, dass bei Tastendruck ein Hämmerchen eine Saite anschlägt und diese in Schwingung versetzt.

Das Kind könnte nun weiterführend danach fragen, warum wir diese Schwingung hören können und Sie müssten erklären, wie die Luft die Schwingung an das Trommelfell im Ohr überträgt.

Da dadurch aber immer noch nicht geklärt wäre, warum die Schwingung des Trommelfells als ein Klang wahrgenommen wird, könnte das Kind danach fragen, warum auch das nun wieder so ist, wie es ist und früher oder später kämen Sie an die Grenzen Ihres Wissens, bis Sie dem Kind antworten müssten, dass Sie es nicht wissen.

Und dennoch existiert dieses Wissen jenseits Ihres subjektiven Wissensstandes ja.

Daraus ergibt sich nun ein ziemlich gewichtiges Problem:

Was wäre nämlich, wenn in dem unbekannten Bereich, der Ihren Wissensstand übersteigt, etwas existierte, das alles, was Sie zu wissen glaubten, widerlegen könnte?

Dann fiele die gesamte Erkenntniskette, die Sie dem Kind gerade erörtert haben, in sich zusammen und letztlich müssten Sie zugeben, dass Sie gar nichts mit Sicherheit wüssten.

Um also überhaupt auch nur irgend etwas mit Sicherheit wissen zu können, müssten Sie entweder absolut alles wissen, damit das, was Sie zu wissen glauben, nicht durch etwas widerlegt werden kann, das Sie nicht wissen, oder Sie müssten Informationen von jemandem beziehen, der alles weiß.

Menschen sind nicht allwissend und trotzdem machen Atheisten bzw. Agnostiker Aussagen mit Anspruch auf objektives, wahrheitsgemäßes Wissen geltend.

Sie berufen sich also implizit und völlig unbewusst auf jemanden, der alles weiß, obwohl so jemand in ihrem naturalistischen Weltbild nicht vorgesehen ist.

Im Grunde demonstrieren sie damit also die externe Inkonsistenz ihres Weltbildes und müssen, um es philosophisch abzudichten, die Grundannahme der Existenz einer allwissenden Person vom theistischen Weltbild "stehlen" - was den Atheismus ad absurdum führt.

Die Wissenschaft setzt die Existenz eines noch nicht erschlossenen Wissens voraus. Dieses kann aber immer wieder widerlegt werden, wenn trotz intensiver Forschung weiterhin Wissen unerschlossen bleibt. Wie will man also eine Beweisführung anstellen, wenn das dafür erforderliche Wissen immer unsicher bleibt? Man muss unbegründet voraussetzen, etwas mit Sicherheit zu wissen - und beruft sich dadurch implizit auf eine allwissende Instanz.

Die Existenz Gottes beweist sich also letztlich dadurch,

dass man ohne seine Existenz gar nichts beweisen könnte.