Wie geht Wissenschaft?

 

Grundvoraussetzungen wissenschaftlicher Arbeit

 

1.) Die Existenz einer zu entdecken möglichen, objektiven Wahrheit

2.) Die Existenz einer Korrelation von Realität und Wahrnehmung

3.) Die Gleichheit der Wahrnehmungsfähigkeit aller beteiligten Wissenschaftler

4.) Die Erfassbarkeit der Funktionsweise des Universums durch den menschlichen Verstand

5.) Andauernd geordnet ablaufende Prozesse beherrschen das Universum

6.) Dass der Mensch ein Bewusstsein hat, welches nicht den Gesetzen von Ursache und Wirkung unterliegt, sondern mindestens über zeitliche Grenzen hinaus imaginieren kann, d.h. Ideen hat und diese planvoll in die Realität umzusetzen fähig ist

7.) Dass heute gemachte Beobachtungen und Messungen auch morgen noch gültig sind

8.) Dass heute ablaufende Prozesse auch früher auf dieselbe Weise abliefen

9.) Dass die Naturgesetze überall im Universum dieselbe Gültigkeit besitzen

Keine einzige dieser Voraussetzungen für die wissenschaftliche Arbeit lässt sich aus der

naturalistisch-materialistischen Weltanschauung bzw. dem Evolutionismus ableiten. (siehe hier)

 

Falsifizierbarkeit: nicht widerlegt ist noch lange nicht gesichert

Jede wissenschaftliche Hypothese ist eine Aussage über die Funktionsweise oder das Zustandekommen der zu beobachtenden Sachlage, welche einer intensiven Überprüfung standhalten muss, bevor sie mit Anspruch auf Wahrheit vertreten werden kann.

Hierzu leitet man, ausgehend von einer begründbaren Vermutung, der sog. Hypothese, die Vorhersage von bestimmten Naturphänomenen, zukünftigen Entdeckungen oder Experimentierergebnissen ab.

Können diese nachgewiesen werden, gilt die Hypothese als bestätigt.

Hypothesen lassen sich entweder aus direkten Beobachtungen von Prozessen oder aber aus Annahmen herleiten. Geht man von Annahmen aus, die Vorhersagen ermöglichen, die sich bestätigen, gelten diese Annahmen als wissenschaftlich gesichert.

Was aber, wenn zwei oder mehrere Hypothesen ausgehend von unüberprüfbaren Annahmen über die Vergangenheit dieselben Vorhersagen treffen, welche sich bestätigen?

Welche Hypothese ist dann wissenschaftlich gesichert?

Laut des logischen Gesetzes der Widerspruchsfreiheit kann schließlich nur eine Aussage zur selben Zeit im selben Kontext wahr sein.

Tritt ein solcher Fall ein, kommt das Prinzip der Parsimonie (Ockham's Rasiermesser) zum Einsatz, nach welchem von mehreren möglichen Erklärungen für ein und denselben Sachverhalt stets die einfachste allen anderen vorzuziehen ist.

Eine Erklärung gilt allerdings nur dann als einfach, wenn sie möglichst wenige Variablen und Aussagen enthält, und wenn diese in klaren logischen Beziehungen zueinander stehen, aus denen der zu erklärende Sachverhalt logisch zwingend folgt.

Dieses reduktionistische Prinzip ist darauf ausgelegt, unnötige Annahmen auszusondern, lässt aber kein Urteil über die wissenschaftliche Gültigkeit von Erklärungsmodellen fällen.

Die Antwort auf die Frage, was aber eine unnötige bzw. nötige Annahme ist, kann immer nur der Wissenschaftler selbst beantworten.

Wenn eine Annahme, die einer Vorhersage vorangeht, nun aber weltbildabhängig ist, färbt das Weltbild des Wissenschaftlers die Entscheidungsfindung darüber, ob eine Annahme nötig oder unnötig ist, ein, denn niemand ist weltbildneutral.

Jemand, der ein evolutionistisches Weltbild vertritt, wird kreationistische Annahmen für unnötig befinden, während jemand, der Kreationist ist, es genau umgekehrt sieht.

Somit ist die wissenschaftliche Anerkennung mancher Erklärungsmodelle vom Weltbild, das von den teilhabenden Wissenschaftlern vertreten wird, abhängig.

Dieser Umstand führt dazu, dass die Wissenschaft in Bereichen, die weltbildabhängige Ursprungsfragen ergründen, nicht neutral ist und daher sind die wissenschaftlichen Resultate in diesen Bereichen grundsätzlich

interpretationsoffen.

 

Die wissenschaftliche Methode der empirischen Wissenschaft

Wissenschaftlich gesicherte Erkenntnis ist etwas ausschließlich dann,

wenn man es...

1.: ...im Verlauf beobachtet und studiert (untersucht),

2.: ...thesenhaft beschrieben (Vermutung der Funktionsweise) und modelliert,

3.: ...erfolgreich für Vorhersagen bestimmter Phänomene genutzt,

4.: ...experimentell nachgewiesen und

5.: ...wiederholt unabhängig reproduzieren lassen hat!

! Ist der experimentelle Nachweis nicht möglich, muss die vorangegangene These abgeändert werden

und das Prozedere ist ab Schritt 2 zu wiederholen.

 

! Ist der experimentelle Nachweis auch wiederholt nicht möglich, ist die These zu verwerfen.

 

Ein profunder Unterschied: Empirik vs. Forensik

! Sobald man nicht in der Lage ist, allein aufgrund direkter Beobachtung Schlüsse zu ziehen, muss man unüberprüfbare Annahmen über die Vergangenheit aufstellen und begibt sich in den Bereich der forensischen Wissenschaft.

! Die forensische Wissenschaft vergleicht unterschiedliche Erklärungen für die Existenz der zu beobachtenden Sachlage auf ihre Schlüssigkeit und deduziert dabei ausgehend von unüberprüfbaren Annahmen über die Vergangenheit.

 

! Aufgrund der möglichen Austauschbarkeit dieser Annahmen, ist ein forensischer Beleg immer offen für Interpretation und darum nicht beweiskräftig, sondern lediglich mehr oder weniger erklärungsstark.

Das Evolutions-Weltbild umfasst:

1.: Kosmische Evolution (die Entstehung des Universums),

2.: Chemische Evolution (die Entstehung der Elemente),

3.: Stellare Evolution (die Entstehung der Himmelskörper),

4.: Organische Evolution (die Entstehung des Lebens (Abiogenese))

5.: Makroevolution (die Entstehung der Arten aus einer Ur-Zelle)

6.: Mikroevolution (Variation innerhalb von taxonomischen Familien)

 

! Lediglich Mikroevolution ist empirisch nachweisbar!

 

! Für alle weiteren Teilgebiete muss man unüberprüfbare Annahmen über die Vergangenheit aufstellen,

da sie in den Bereich der forensischen Wissenschaft fallen.

 

Deduktive Logik: Wenn die wissenschaftliche Methode ausgereizt wurde

Es gibt Bereiche menschlichen Wissens, die nicht mittels der wissenschaftlichen Methode, aber mittels der deduktiven Logik erschließbar sind.

Hierbei wird eine logisch zwingende Schlussfolge ausgehend von wahren Prämissen

wie folgt hergeleitet.:

Beispiel

Prämisse 1:     Alle Gäste sind Menschen.

Prämisse 2:     Alle Menschen sind schlafbedürftig.

Schlussfolge:  Alle Gäste sind schlafbedürftig.

Mittels der wissenschaftlichen Methode kann man nun zwar die Wahrhaftigkeit

der Prämissen feststellen, aber nicht immer auch die der Schlussfolge,

wie aus dem folgenden Beispiel hervorgeht:

Das Kalam-kosmologische Argument

Prämisse 1:     Alles, das zu existieren beginnt, hat eine Ursache.

Prämisse 2:     Das Universum begann zu existieren.

Schlussfolge:  Die Existenz des Universums hat eine Ursache.

Beide Prämissen gelten auch unter naturalistischen Grundannahmen als wissenschaftlich gesichert. Die erste Prämisse deshalb, weil noch nichts Gegenteiliges beobachtet wurde und die zweite, weil das Universum, laut einhelliger Meinung der meisten Kosmologen, entweder aus einer Singularität heraus expandierte - und daher in der Vergangenheit einen lokalen und zeitlichen Anfang gehabt haben musste - oder sich aus einem zusammenbrechenden Quantenpotenzial heraus überall gleichzeitig materialisierte. Einsteins Gleichungen lassen beide Möglichkeiten zu.

Logisch zwingend folgt also, dass auch die Schlussfolge wahr sein dürfte, wenn sich die Wissenschaft nicht in Bezug auf die zweite Prämisse geirrt hat.

Das logische Gesetz der Widerspruchsfreiheit besagt nun, dass zwei sich widersprechende Aussagen nicht gleichzeitig im selben Kontext wahr sein können.

Wenn ich also z.B. feststelle, dass ein Auto einen Motorschaden hat, dann kann es nicht gleichzeitig keinen Motorschaden gehabt haben.

Genauso kann auch die Existenz des Universums nicht gleichzeitig eine Ursache und keine Ursache gehabt haben. Die richtige Aussage macht sich also an der Wahrhaftigkeit der Prämissen fest, von denen ausgehend auf sie geschlussfolgert wurde.

Genauso kann auch z.B. die Schöpfung nicht gleichzeitig stattgefunden haben und ausgeblieben sein. 

Wie stellt man aber fest, ob Schöpfung stattfand oder nicht?

Zum Beispiel, indem man die Unmöglichkeit aller Alternativen feststellt, sodass Schöpfung am Ende als einzige Möglichkeit übrig bleibt.

Man müsste also die Evolutionstheorie widerlegen.

Geht das überhaupt?

Da die Evolutionstheorie darauf basiert, dass sich alle Lebewesen aus einer einzelligen Lebensform entwickelten und somit Artenübergänge stattgefunden haben müssen,

muss von der Wahrhaftigkeit der Prämisse der sogenannten Kontinuität der Spezies ausgegangen werden.

Wäre diese Prämisse falsch oder zumindest nicht zwingend wahr, wäre die Evolution folgerichtig ebenso entweder falsch oder zumindest nicht zwingend wahr.

Würde die Evolution sich als falsch herausstellen, wäre die einzige logisch zwingende Alternative eine nicht näher definierte Form von Schöpfung.

Würde die Evolution sich als nicht zwingend wahr herausstellen, wäre sie lediglich eine von mehreren Interpretationen der zu beobachtenden Sachlage (auf der Grundlage von unüberprüfbaren Annahmen über die Vergangenheit), die miteinander konkurrieren.

Wie sich die Dinge bezüglich der Prämisse der Kontinuität der Spezies verhalten,

lesen Sie unter das Kernproblem der Evolutionstheorie

Fazit:

Falsche Grundannahmen über die Beschaffenheit unserer Welt führen also grundsätzlich zu falschen Wahrnehmungseindrücken und Ausdeutungen des Wahrgenommenen. Wissenschaft, die also unter Umständen falsche Grundannahmen mit Anspruch auf objektive Wahrheit vertritt oder zumindest methodisch so tut, als wären sie wahr (methodischer Naturalismus), kann daher also im Sinne des Wortes nicht als "Wissenschaft" bezeichnet werden, sondern allenfalls als Philosophie.

Als eine solche wäre sie dann aber grundsätzlich meinungsrelativ bzw. interpretationsoffen und darum nicht fähig, tatsächlich "Wissen zu schaffen", sondern allenfalls einen Glauben an die Wahrhaftigkeit wissenschaftlicher Aussagen.

Selbst die Erkenntnisse aus der Wissenschaft sind also letzten Endes immer und ausnahmslos allerreinste Glaubenssache, solange die Prämissen, auf die sie beruhen, nicht vollends gesichert sind.

Die Weltanschauung der Evolution basiert auf eben solche nicht überprüfbaren Grundannahmen und ist daher eine Interpreation der zu beobachtenden Sachlage auf der Basis nicht überprüfbarer Annahmen über die Vergangenheit. Das macht Sie per Definition zur Glaubenssache.